Sonntag, 13. August 2017

DFB-Pokal


Erste Runde im DFB-Pokal der Saison 2017/18. Der FCK hat endlich mal Losglück, zumindest wenn es aus meiner Sicht betrachtet wird. Als Gegner wurde der SV Eichede aus Schleswig-Holstein zugelost. Da kann man tatsächlich mal hinfahren und vielleicht nach langer Abstinenz auch mal wieder ein Tor für den FCK bejubeln. Das Spiel wurde aus Gründen der Kapazität (3000 Zuschauer gehen in das heimische Stadion) und wohl auch durch die vom DFB geforderten Sicherheitsauflagen in die nahegelegene Hansestadt Lübeck verlegt. Tja, es waren dann offiziell 4039 Besucher. Die hätte man bestimmt auch mit einer Zusatztribüne noch unterbringen können. Aber naja, auch der Regen könnte einige von einem spontanen Stadiontrip abgehalten haben... Der Schalker konnte auch überredet werden, dieses Glanzstück, das ganz sicher nicht in die Geschichte des Pokals eingehen wird, mit vor Ort zu verfolgen.
Früh morgens ging es mit dem Zug los via Hamburch nach Lübeck. Da der Schalker vor nicht allzu langer Zeit bereits in Lübeck geurlaubt hatte, konnte er gleich als Tourguide glänzen und die ein oder andere Sehenswürdigkeit präsentieren.

Nun aber ab zum Stadion Lohmühle. Habe ich neulich noch das Bochumer Ruhrstadion als oldschool bezeichnet, hätte ich nun gerne Hilfe bei der Steigerung. Oldschooler? Olderschool? Oder ist das Ruhrstadion doch schon eine moderne Arena? Wir hatten unsere Karten im (selbstverständlich) nicht überdachten Gästeblock. Die Klos sind eine Reihe dahingestellter Dixis, es gibt einen Verkaufswagen für Bier und einen weiteren Pavillon für Bratwurst, welche übrigens sehr lecker war. Das konnte man vom Holsten nicht so bedenkenlos sagen. Als Alster war es wesentlich verträglicher.

Die Stimmung war nicht schlecht, eine feine Choreo wurde im Gästeblock aufgezogen. Das war schon klasse. Und endlich, ja endlich, durfte ich mal wieder ein Tor bejubeln. Am Ende waren es sogar deren vier. Man hätte dem SV Eichede aber auch einen Treffer gegönnt, da sie sich echt wacker geschlagen haben und auch zu einigen Chancen gekommen sind.
Dementsprechend zufrieden und ausgestattet mit Sonder-T-Shirt und Spieltagsschal, welche die Gastgeber auch im Gästeblock verkauften, konnte die Heimreise angetreten werden.
Ihr merkt schon beim Lesen, dass ich diese Tour nicht bissig kommentiert habe. Es stimmt, es war einfach klasse. Man ist von einem gemütlichen Kick ausgegangen, bei dem der FCK etwas beschicken kann, und wurde auch nicht enttäuscht. Soll ich dann etwa über das Stadion meckern? Nein, warum auch? Man wünscht sich doch zwischendurch wieder ein Fußballstadion, in dem man die Historie förmlich greifen kann. Und genau in diese Kategorie fällt die altehrwürdige Lohmühle. Ich war begeistert.



Und als geneigter Fan ist man eh begeistert, wenn man direkt an den Mannschaftsbus herankommt, da dieser unmittelbar im Gastbereich abgeparkt wird und auch die Mannschaft nach dem Spiel noch an den Zaun zum Abklatschen kommt und man kurz mit ihnen schnacken kann. Dieses Vergnügen ist in den neuen Arenen ja nicht mehr so ohne weiteres möglich.

Sonntag, 11. Juni 2017

Auf ein Pool-Pharao´s mit Tobse




Salam Aleikum, Tobse. Letztes Jahr trafen wir die Kralisch - Bros im Schatten der Cuxhavener Kugelbake. Nun sitzt du weit weg am Pool in Hurghada. Braucht man so etwas, um die abgelaufene Saison zu verdauen?

Gehen Sie davon aus, dass alles ohne Fußball geeignet ist, den Murks der letzten Saison zu verdauen. In der Tat ist aber so, dass der Familienurlaub geplant war und Katsche nach Sylt fährt.

Hört sich an, als ob du sehr unzufrieden bist.

Allerdings! Erst am letzten Spieltag wurde der Klassenerhalt perfekt gemacht. Man hatte vorher so viele Möglichkeiten, alles in den ruhigen Kinderpool zu lenken, stattdessen wurde es eher eine Wildwasserrutsche wie früher im Celler Badeland.

Oha!

Das kannst du laut sagen. Der FCK hatte die zweitschlechteste Offensive der gesamten Liga. Nur durch die halbwegs sichere Abwehr wurde Schlimmeres verhindert. Vom letzten Saisonspiel gegen den Club habe ich sogar nur die letzten fünf Minuten gesehen. Mehr hätten meine Nerven nicht mitgemacht. Ähnlich wie beim Abstiegsfinale gegen Köln 2008, habe ich lieber nicht hingeschaut.

Okay, das kann ich dann verstehen. Wenn schon nicht mit dem FCK, dann vielleicht zufrieden mit der eigenen Leistung?

An dieser Stelle würden in einem Comic übelste Symbole stehen, die Wut ausdrücken 

So zufrieden, wie man bei vier FCK-Spielen ohne eigenes Tor sein kann. Zunächst 0:0 beim damaligen Tabellenletzten auf St. Pauli, gefolgt von einem bitteren 0:1 in Hannover. Der absolute Tiefpunkt war ganz klar das mehr als enttäuschende 0:2 auf der Bielefelder Alm. Irgendwie war es klar, dass es dann zu nicht mehr als einer Nullnummer in Bochum reicht. Zufriedenheit sieht anders aus. Immerhin gab es mit dem Ruhrstadion einen neuen Ground, den ich verdammt cool finde, weil das Stadion echt oldschool ist.

Gab es denn wirklich nichts Positives?

Doch schon irgendwie. Schalke gegen Nizza ist zumindest nicht negativ in Erinnerung geblieben *lacht* Erwartungsgemäß klasse war aber die Green-White-Army beim nordirischen Gastspiel in Hannover. Die Jungs dürfen gerne wiederkommen. Das hatte echt Spaß gemacht, zu sehen wie friedlich und stimm(ungs)gewaltig in der Stadt was los war.

Welchen Ausblick auf die nächste Saison hast du? A la Kicker: Wer wird Meister und wo landet der FCK?

Diese Frage möchte ich tatsächlich mal wieder lesen. Das würde bedeuten, dass der FCK wieder erstklassig ist. Das wird so schnell nicht passieren. Inzwischen wechselt sogar schon ein Nachwuchsspieler nach ein paar Toren nach Heidenheim wegen der Kontinuität und der besseren sportlichen Perspektive, schönen Dank auch. Wie soll man da noch auf Besserung hoffen? Und einen neuen Sportdirektor müssen sie auch noch suchen.

Und Meister?

Ach hör doch auf. Das ist eine Frage, die du Katsche stellen kannst. Eventuell bei einem Strand-Flens auf Sylt. Hauptsache kein Aufsteiger. Diese Leistung bleibt allein dem FCK vorbehalten…

Gut, dann sollte ich vielleicht die Frage nach den Aufsteigern stellen?

Du hast gut reden, junger Mann. Du wirst nicht jedes Jahr aufs Neue von deiner Mannschaft enttäuscht. Du wünscht dir den Aufstieg und am Ende musst du froh sein, dass der Abstieg verhindert wurde. Auf jeden Fall werden die ersten beiden Vereine aufsteigen. Den Rest zeigt dann die bescheuerte Relegation, in welcher sich der Bundesligist wohl wieder durchsetzen wird und seinerseits einer vermurkste Saison retten kann. Ich denke allerdings weniger, dass es wieder beide Absteiger aus der Bundesliga schaffen werden.

Was ist denn dein persönlicher Ausblick auf die nächste Saison?

Letztes Jahr habe ich an dieser Stelle schon Reiseziele genannt, die dann aus unterschiedlichen Gründen nicht angesteuert wurden. Vielleicht klappt es dieses Jahr mit Kiel und Regensburg, was durchaus reizvolle Ziele wären. Und mit etwas Glück macht der SV Meppen einen Durchmarsch ;-)
International kann man im Vorfeld nichts bzw. nichts Konkretes planen, da dort immer viel vom Zufall abhängt, was wann möglich ist.

Ich danke für das Interview und wünsche noch einen schönen Urlaub.

Ich sag nur ein Wort - Vielen Dank

Donnerstag, 6. April 2017

0 - in Worten: NULL

Bochum - FCK 0:0

Nachdem der angedachte Besuch in der niedersächsischen Capitale am Vortag ausfiel, fuhren der Schalker und ich stattdessen nur ins Ruhrgebiet. Eigentlich bedarf es NULL Worte, um irgendwas Brauchbares zu dem Spiel zwischen dem VfL Bochum und dem FCK zu schreiben. Es gibt nämlich NULL. Wenn da nicht endlich wieder ein neues Stadion in meiner persönlichen Liste auftauchen würde. Naja, neu eher weniger. Das Ruhrstadion Bochum ist wirklich nicht neu, sondern oldschool mit ganz viel Charme. Von der Autobahn kommt man direkt in das Parkhaus beim Starlight Express. Und daneben ragen sie auch schon auf den in Himmel. Die Flutlichtmasten!!! Leider gibt es diese architektonischen Meisterwerke nur noch ganz selten. Sind diese es doch gerade, die dem auswärtigen Fan den Weg weisen.

NULL Volunteer in Sicht, NULL Aufregung im Vorfeld. Da konnte ich ja noch nicht ahnen, was mir bevorsteht. Der Gästekäfig ist schon nicht so übel. Nach dem Sitzen in Bielefeld war es höchste Zeit, wieder den Stehplatzblock zu nutzen. Selbst der hohe Zaun und das Plexiglas am unteren Ende waren nicht störend, da wir mit Stadionöffnung, quasi mit NULL Zeitverzug, in selbiges eintreten konnten. Doof nur, dass das WC recht weit weg ist vom Block, sodass man genügend Zeit einplanen sollte.
Übrigens die DOPPELNULL: Heiliger Sch**ß, hier ist die Zeit stehen geblieben. Das war irgendwie das Gästebuch des Gästeblocks. Gefühlt seit Jahrzehnten haben die Fans hier mit Aufklebern und Schriftzügen oberhalb der Edelstahlrinnen ihre Aufwartung gemacht...


Das Futter war klasse. Die Currywurst eher mittel-, das Schnitzel eher oberklasse. Auch die Frikadelle des Schalkers schien ausgezeichnet gewesen zu sein.

Okay, jetzt habe ich schon einige Zeilen geschrieben, da kann man auch was zum Spiel loswerden. NULL! Soviele Tore hat der FCK in diesem Spiel erzielt, obwohl reichlich Chancen vorhanden waren. Immerhin haben sie auch hinten die NULL gehalten. Grandios natürlich der verschossene Elfmeter, bei dem sich der Bochumer Keeper NULL anstrengen musste. Immerhin die Stimmung im Block war mehr als erstklassig. So macht es dann Spaß. Noch schöner wären natürlich auch Anfeuerungen, der Leute, die die Zähne nur beim Meckern auseinander bekommen. Sonst war von ihnen auch NULL zu hören. Man kann sie aber auch verstehen. Es sind nämlich nicht die Fähnchenwedler oder die Qualitätsjugendlichen gemeint. Es sind "ältere" Semester, die auch schon erheblich bessere Zeiten mit dem FCK durchgemacht haben und auch dementsprechend lange schon dabei sind.

Und als Randnotiz: Der Meckerrenter aus Bielefeld war ebenfalls im Stehplatzblock. Ich denke weniger, dass er sich diesmal mit allen angelegt hat...

Auch die Rückfahrt war erfreulich schnell. Bei knapp unter 13.000 Zuschauern aber eher NULL verwunderlich.

Samstag, 18. März 2017

Das war nix!

Der FCK auf der Bielefelder Alm. Kann man mal mitnehmen. Sorgfältig wurde die Route geplant. Sogar an ein Zeitpuffer von knapp 1,5 Stunden wurde eingerechnet. Doch dann kam das Volunteer. Hätte man ihm nicht sagen können, dass Bielefeld kein WM-Standort war? Der Verkehrsfunk erzählte mir was von Baustelle und 50 Minuten länger auf der A 27. Ach ja, und weitere 20 Minuten Minimum auf der A 2... Liebes Volunteer, das war wohl nix. Sorge doch lieber dafür, dass mein Radio ausfällt... Rechtzeitig hatte ich nämlich davon erfahren und konnte problemlos eine Alternative fahren. War zwar mit Risiko, da es letztes Jahr Richtung Paderborn auf eben dieser Route auch ordentlich Stau gab.
Mehr als pünktlich aber bin ich in Bielefeld angekommen, an der Uni weiterhin kostenloses Parken. #läuft. Nach meinen Erfahrungen vor knapp 10 Jahren hätte ich mit den weiten Wegen rechnen müssen. Ganz elegant bin ich zu Fuß zum Stadion, um vielleicht rechtzeitig die Beschilderung zum Gästeblock zu finden. Das war nix, irgendwie bin ich dann doch zunächst an der falschen Ecke angekommen. #läuftweitewege Klasse war dann jedoch die lockere Stimmung bei einer Bar in der Nähe, wo Bielefelder und Lautrer lustig schwatzend beisammen stehen konnten.


Nun aber hinein ins Getümmel. Naja, oder auch nicht so wirklich. Ausnahmsweise habe ich mir mal wieder nen Sitzplatz im Gästebereich gegönnt. Da ich ja wusste, dass der Stehplatzbereich echt grausam ist, war es schon die richtige Entscheidung. Getümmel war es nun aber wirklich nicht. Immerhin gibt es dann auch kein Gedränge um Getränke.

Die Anfangszeit war es noch recht ruhig im Block. Das sollte sich nach einer halben Stunde ändern. Die Ultras hatten Probleme bei der Anreise. Irgendwie wollten die Züge nicht so funktionieren, wie sie sollten, sodass sie erst zur 30. Minute im Block waren (Volunteer at its best?) Und schon kam Stimmung auf. Sie kaperten den Zaun, hängten ihre Zaunfahnen auf und nahmen für einige Zeit den übrigen Fans noch das letzte bißchen Sicht auf den Platz. Beinahe hätte es eine astreine Klopperei gegeben. Immerhin hat sich das dann irgendwann beruhigt.


Zum Spiel schreibe ich lieber nix. Wenn man 2:0 beim Tabellenletzten verliert, kann man nur schreiben: DAS WAR NIX!!! Ein Meckerrentner aus dem Sitzplatzblock gab den Ultras noch seine Sicht der Dinge mit. Glück für ihn, dass der Zaun im Weg war...
Mega enttäuscht ging es zurück zum Auto. Dank der Erfahrungen habe ich nun immer wieder auf die Karte geschaut, um nicht zum Bahnhof zu laufen, sondern wirklich direkt zur Uni. #läuftkeineweitenwege

Einen hatte das Volunteer aber noch: kleine Baustelle auf dem Weg zur Bahn, verschwundene Umleitungsschilder und dadurch noch eine nette Stadtrundfahrt gewonnen. Schnelle Heimfahrt? Das war wohl nix...

Dienstag, 31. Januar 2017

Zumindest etwas

Der FCK bei den Roten aus Hannover. Klar, dass ich da hinfahre. Ich hatte vor der Veröffentlichung des Spielplans schon einige Szenarien durchgeplant.
Weihnachtsmarktzeit -> check, gab es zumindest 2005
Sommerliche Temparaturen -> check, gab es zumindest 2012
Frühlingsfest -> das wäre klasse
Scheißkalter Januar(Mon)tag mit ordentlich Regen gehörte aber definitiv nicht zu den Wünschen. Besten Dank dafür.





Naja, dann passt sich das Wetter zumindest der Erwartung an das Spiel nahtlos an. Der FCK mit neuem Trainer in Hannover gab es 2005 schon mit einer fulminanten 5:1-Klatsche. Diesmal sah es doch wesentlich besser aus. Wenn man allerdings nicht trifft, kann man nicht gewinnen. Gerade in der ersten Halbzeit war der FCK gut dabei,verpasste leider erneut auch die besten Möglichkeiten. Die Stimmung im Block mit den knapp 800 Lautrern war echt klasse. Man spürte förmlich, dass man was mitnehmen könnte. Tja, bis zur 48. bis 50. Minute zumindest. Erst die Führung für 96 durch Uffe Bech, Bech gehabt Hannover. Danach haut Moritz die Kugel ans Lattenkreuz, Pech gehabt FCK. Da erhielt die Stimmung natürlich einen herben Dämpfer. Insgesamt war es aber schon wesentlich besser als bei St. Pauli. Es gab Torschüsse und es gab Bier... Zumindest etwas Gutes an diesem Tag

Samstag, 3. Dezember 2016

Na bitte, es geht doch

Schalke - OGC Nizza 2:0

 
Na bitte, es geht doch. Hatte ich schon befürchtet bzw. gehofft, das Volunteer hätte sich in den mehr als wohlverdienten Ruhestand verabschiedet, so wurde ich nunmehr eines besseren belehrt. Lange Zeit ging ziemlich alles glatt, nun schlug er oder sein Azubi wieder zu. Zwar noch nicht nach dem King-Roman "ER", ein Anfang ist aber gemacht.
Der Schalker fragte an, ob ich Bock auf UEFA-Cup auf Schalke hätte, Gegner ist OGC Nizza, allerdings in der Heimkurve. Na gut, warum nicht. Mal was Neues erleben ist nicht verkehrt. Prinzipiell sollte es eine zeitige Abfahrt aus CUX geben. Tja, prinzipiell. Tatsächlich fing es hier aber schon an. Mal einen kleinen Wasserrohrbruch verursacht, der den Kindergarten austrocknen ließ. So musste ich also erst Junior abholen und warten, dass die Mama hoffentlich rechtzeitig Feierabend machen kann. Dem war auch so, eine zeitige Abfahrt war damit aber schon nicht mehr drin. Prinzipiell kommt man dann auf der Autobahn gut voran. Tja, prinzipiell. Tatsächlich gab es auf der A 1 eine brachiale Baustelle mit einem netten Unfall, der zu einer Vollsperrung führt. Mmmhhh, bei zeitiger Abfahrt wären wir da dann schon durch gewesen... Weiter ging es mit viel mehr Baustellenkilometern als Vettel Führungskilometer in der Formel 1-Saison hatte. Statt knapp 3,5 Stunden waren es derer Fünf. In Verbindung mit der späteren Abfahrt war es dann tatsachlich mal wieder soweit, dass man 30 Minuten vor Anpfiff durch den Einlass durch war. Immerhin war der Spieltagsschal für den Augustiner-Fußballkeller noch da. Leider ohne EC-Karten-Gerät, sodass das letzte Bargeld dann auch weg war.

 
 
Gott sei Dank, war es das dann auch schon an Überraschungen des Volunteers. Wahrscheinlich war es wieder ein Azubi. Also hinein in die Heimkurve. Ab ins Epizentrum der Stimmung. Eigentlich wollte ich wie der Schalker beim FCK-Spiel in Paderborn lautstarke Unterstützung einbringen. Da die Schalker allerdings sehr bemerkenswerter Weise eine Masse an Liedern haben, die man sonst nicht hört, war das nicht so einfach. Es war tatsächlich nicht der Einheitsbrei, der überall zu hören ist. Dadurch hatte ich natürlich Probleme vernünftig mitzubrüllen. Das Spiel hat auch nicht unbedingt dazu beigetragen, dass der neutrale Zuschauer zum vorübergehenden Fan wird. Dass man permanent auf Fähnchenwedler guckt und sich die Capos nicht immer einig sind, ist ja auch nicht unbedingt neu. Das Spiel endete schon verdientermaßen mit 2:0 für die Schalker, die nun auch erstmals in meiner Anwesenheit ein Heimspiel gewonnen haben, wenn nicht sogar überhaupt ein Spiel. Na bitte, es geht doch... 
 
 
St. Pauli - FCK 0:0
 
Na bitte, es geht doch. Endlich habe ich mal nicht den Vorverkauf für das FCK-Spiel beim FC St. Pauli verpennt. Wenn ich gewusst hätte, was mich erwarten würde, hätte ich doch lieber verzichtet. Hätte hätte Fahrradkette, Fußball ist nun mal kein Konjunktiv. Da der Winterdom auf dem Heiligengeistfeld stattfindet und auch Weihnachtsmarktzeit ist, konnte man ja zunächst einen schönen Familienausflug machen. Leider musste meine Freundin noch über eine Stunde ihren Dienst verlängern, sodass wir erst sehr spät in Hamburch ankamen. Aus einem Bummel über den Weihnachtsmarkt wurde ein schneller Crepe, aus einem ausgedehnten Bummel über den Dom wurde ein kurzes Schauen. Katsche erwartete uns auch schon, schließlich sollte das Spiel gesehen werden.
 
 
Hätten wir da schon geahnt, dass...
... wir erst fünf Minuten vor Anpfiff im Stadion sein würden
... wir aufgrund eines schlecht erreichbaren Platzes von der Bierzufuhr förmlich abgeschnitten sein würden
... wir eines unserer schlechtesten Spiele der Karriere sehen würden
... der einzige Torschuss des FCK ein verschossener Elfmeter sein würde
 
dann, ja dann wären wir wohl trotzdem hingefahren. Das ist ja das Schöne am Fußball, dass man so etwas nicht vorhersehen kann. Einzig die Qualität des Kicks hätten klar sein können. Katsche bemerkte vortrefflich: Erstklassigen Fußball kannst du in der 2. Liga nicht erwarten.
Blöd ist es halt, wenn der Freefalltower auf dem benachbarten Dom noch ein wirkliches Highlight ist. Nach dem Spiel wusste ich nicht recht, was ich von dem Ergebnis halten soll. Einerseits doof, dass es nicht zum Sieg beim Tabellenletzten gereicht hat, andererseits kann bzw. muss man über den Punkt glücklich sein, da Pauli klar besser war.
 
 
 
Immerhin war die U-Bahn nach dem Spiel schnell erreichbar, sodass man tatsächlich in Hamburch mal ganz schnell nach einem Spiel nach Hause kam. Na bitte, es geht doch...
 
 



Samstag, 15. Oktober 2016

Will Grigg´s on fire... not

WM-Qualifikation, Doppelspieltag im hohen Norden. Der Schalker hatte voll Bock drauf, klar bin dabei. Bloß welches Spiel sollte es sein? In Hamburch gegen die Tschechen oder doch in Hannover gegen die Nordiren? Natürlich gegen die feierfreudigen Nordiren. Damit hatten wir dann auch Katsche ins Boot geholt.
Leider gab es kurz vor dem Spieltag die Hiobsbotschaft schlechthin für den geneigten Fan. Will Grigg wird nicht dabei sein. Okay, man würde ihn wahrscheinlich eh nicht erkennen und viele Chancen würde er im Spiel eh nicht bekommen. Aber dennoch schade, dass ausgerechnet der einzige Nordire, von dem man wirklich mal gehört hat, nicht mitspielen würde.

Insgesamt sollte das aber dem gewünschten Tagesablauf nicht im Wege stehen. Man ging davon aus, dass bereits weit vor Anpfiff irgendwo in der Stadt die Party steigt. Und wir sollten recht behalten. Nachdem es im Brauhaus Ernst August noch sehr gesittet zuging, sollte beim Dublin Inn dann das eintreten, was sich der geneigte Fan erhofft hat.


Eine riesengroße Masse an durchgeknallten Leuten in grün-weißen-Trikots. Die "Green White Army" tat echt alles, um ihren sehr guten Ruf zu verteidigen. Auf dem großen Platz zwischen Irish Pub und Marktkirche herrschte eine geniale und friedliche Stimmung. Sogar fußballerische Fähigkeiten wurden demonstriert. Ein einfacher hoch in die Menge geschossener Fußball wurde einfach auf selbe Weise zurückgespielt. Und wenn sich einer elegant aufs Maul packt, weil die alkoholbeeinträchtigten Kopfbälle misslingen, wird laut gejubelt. Okay, der Ball war dann irgendwann weg, weil leider einer der mitgereisten nordirischen Polizisten am Kopf getroffen wurde. Kein Problem, denkt sich der geneigte irische Fan, ich habe ja eine Wassermelone dabei! Dass das nicht wirklich funktioniert, hätte man wissen können... Gott sei Dank gibt es ja in der Nähe Geschäfte, die soviele Fußbälle haben, dass sie sogar welche verkaufen. Und wie ferngesteuert landet der Ball nach dem zweiten Schuss auf einem Flachdach...
Anschließend in der Markthalle wieder gesittet, bevor es zum Niedersachsenstadion ging. Vielen Dank an Karstadt Sport für ihren Verkaufsanhänger. Man kann doch dem geneigten angeheiterten Fan nicht einfach das aktuelle Trikot für 40 statt 90 Euro anbieten. Naja, jetzt habe ich auch wieder ein Trikot der Nationalmannschaft.
Die Stimmung kann man nicht beschreiben. Da fehlen dem geneigten Supporter echt die Worte. So furchtbar schlecht ist die Unterstützung. "Die Nummer Eins der Welt sind wir!", "Deutschland" und die Laola-Welle sind dann schon echte Highlights in der Unterstützung. Wenn der WM-Titel nicht verteidigt werden sollte, ist das Liedgut sogar noch beschränkter. Die Nordiren stattdessen haben (zwar nicht durchgehend, aber generell) eine richtig klasse Leistung gezeigt, Hut ab! Am allerbesten dann sogar der Wechselgesang mit der Heimkurve, als der Klassiker "Will Grigg´s on fire" vom Gästeblock angestimmt wird und die Heimkurve dann für den Nanana-Part einspringt. Sensationell :-)
Das Spiel endete erwartungsgemäß 2:0 für Deutschland, war aber nicht so spektakulär, wie der geneigte Zuschauer es sich vielleicht gewünscht hätte.



Das nächste Gastspiel einer Mannschaft der irischen Insel darf gerne wieder in Hannover stattfinden, Bock drauf hab ich