Sonntag, 15. Februar 2026

puh - bah - FCK

puh - drei kleine Buchstaben, die den gestrigen Samstag eigentlich ganz gut beschreiben

bah - drei kleine Buchstaben, die das gleiche machen

FCK - drei riesengroße Buchstaben, die damit zusammen hängen


Es war wieder mal sehr spontan. So spontan, dass innerhalb weniger Minuten am Freitag alles geplant war. Okay, zugegebenermaßen hatte ich den Gedanken schon eine Woche mit mir herumgetragen. Die Entscheidung und konkrete Planung war dann wirklich kurzfristig. Es war wieder mehr oder weniger ein Tagestrip nach Kaiserslautern. Der FCK spielte gegen den Tabellenletzten aus Fürth. Freitag habe ich das Angebot eines guten Freundes aus dem Großraum Hannover angenommen, sein Gästebett zu nutzen. Doch an Schlaf war kaum zu denken. Zu groß war wieder die Aufregung, dass ich sehr bald wieder den Betzenberg erklimmen werde. Und dann auch wieder in der Westkurve stehen werde. Schlechte Wettervorhersagen, noch schlechtere Spielvorhersagen, sorgten für Kartenrückläufer. Da musste ich einfach zuschlagen.

03:30 Uhr aufstehen? bah, nee, das war viel zu früh. Dafür aber die Vorfreude auf ein Mettbrötchen am Hauptbahnhof gewaltig groß. Schade, (Maurer-) Marmelade. Der Bäcker machte erst um 6 Uhr auf, also kurz nachdem der ICE losrollte.
Mit nur ganz weniger Verspätung kamen wir in KL an. puh, einmal durchatmen. Denn verdammt nochmal ja, ich hatte wieder Tränen der Freude in den Augen, als ich nach oben schaute und das Fritz-Walter-Stadion des FCK sah. Es war erst mein neuntes Heimspiel, es ist für mich noch immer etwas komplett Besonderes, wenn ich ankomme. Ich liebe dieses Stadion einfach.

Der Regen sorgte jedoch für einen recht zügigen Marsch auf den Betze. Dank des Mettbrötchens (endlich) von der Betzebud stiegen die Kräfte und die Vorfreude.




Mit neuer Wintermütze ging es rein in den Block. Nach und nach füllten sich die Ränge, auch wenn es die bislang geringste Zuschauerzahl in dieser Saison werden würde. puh, Gänsehaut als die großen Schwenkfahnen ausgerollt wurden. Es war so schön...


... bah, und dann kam das Spiel. War das ein Grottenkick. Ja, ich wiederhole mich: in der Zweiten Liga kannst du keinen erstklassigen Fußball erwarten. Die Emotionen pendelten zwischen puh, Glück gehabt, dass Fürth die Geschenke des FCK nicht genutzt hat, und bah, dass der FCK die Geschenke der Fürther nicht genutzt hat. Unterbrochen von einem kurzen Jubel in der 10. Minute beim Führungstreffer (Hinweis an dieser Stelle: ich habe mir das Trikot des Torschützen aufgrund Nüchternheit und einer Preisfrage nicht gekauft, siehe den Post zum Heimsieg gegen Heidenheim) Das Spiel wurde einfach nicht besser. Leider, aber und das zählt: es gab einen Heimsieg. Man hat halt gesehen, warum Fürth Letzter ist und der FCK in einer Art Krise steckt.

Die Reaktionen in der Westkurve nach Schlusspfiff waren gespalten. Einige, okay vielleicht auch nur einer, schrie einmal ganz laut Hurra. Das war möglicherweise jemand, der seinen letzten und bislang einzigen Heimsieg vor elf Jahren gefeiert hat... Die anderen Fans wechselten zwischen puh (nochmal Glück gehabt und dezentem Applaus) und bah (war das schlecht und lauten Pfiffen). Das waren dann aber nur die Fans, die überhaupt noch auf der Tribüne waren. Sehr schnell leerten sich die Ränge. Das hätte ich nach einem Heimsieg echt nicht erwartet und hat mich schon etwas ratlos zurückgelassen. Es gab dann auch keine wirklich Feier mit der Mannschaft, kurzer gegenseitiger Applaus und fertig.

Und dann noch die Rückfahrt bis tief in den späten Abend bis Cuxhaven, Gott sei Dank ohne Verspätung oder Stau. puh!